EMINENZ

Anti-Genesis (1998)


Es war ja zu vermuten: die dunklen Grafen, die dunklen Krieger von Andras und nun auch noch die Erzgebirgsurgesteine von Eminenz landen bei ein und demselben Label. Die Alben ersterer beiden Bands waren bekanntlich Rohrkrepierer allererster Kajüte, was jedoch nicht heißt, dass alle Erzgebirgler miese Musiker wären. Ich fand schon "The Heretic" gar nicht so übel und erhoffte mir vom neuen, in der zehnjährigen Bandexistenz erst dritten Album ein ähnliches Qualitätslevel. 
Obwohl Eminenz hier deutlich softer zu Werke gehen und das Keyboard über weite Strecken die Szenerie dominiert, haben sie ihre Mission in meinen Augen ganz annehmbar erfüllt. Zwar sind die Stücke durchweg keine Meisterleistungen in Sachen Intensität oder Komplexarrangement, aber doch sehr nett anzuhören, besonders "Praise The Death", "Triumph Of The Nightforces" und das ziemlich gotische (jawoll!) "Army Of Immortals". Einzig und alleine der lachhafte Gitarrensound macht eine bessere Bewertung zunichte, der spottet eindeutig jeder Beschreibung. Wie klängen Eminenz wohl mit einer Tägtgren-Produktion und einem Synthesizer mit ein paar mehr Klangfarben?

6,5/10

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