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Musik von Königen für Könige und Königinnen (natürlich nur symbolisch) bieten die beiden Franzosen von
Forbidden Site, das vermeintliche Zugpferd des geplanten Labels Royal Music, das einst aus der Masse von
Solistitum entstehen sollte. Könige müssen einen außergewöhnlichen Geschmack haben, sonst könnten sie sich
schließlich kaum Könige nennen.
Und "Astralgeist" klingt außergewöhnlich, daran gibt es keinen Zweifel. Das
beginnt bei den viersprachigen Texten, die Romarik äußerst theatralisch mit klarer Stimme vorträgt. Vom ersten Eindruck her mag das gar nicht
so recht passen, denn der eine oder andere Song ist durchaus geprägt von harten Gitarren und zügiger
Geschwindigkeit. Andererseits kann es vorkommen, dass solch einem Werk Chöre auf dem Fuß folgen, die wiederum
einen klassisch arrangierten Part ankündigen. Ihr seht schon, mit dem "Astralgeist" ist nicht gut Kirschen
essen, zumindest nicht zwischen Tür und Angel. Für dieses zweifelsohne musikalisch wie lyrisch hochtrabende
Kunstwerk muss man sich mehr als genug Zeit nehmen... auch der Sound ist eine gewöhnungsbedürftige
Angelegenheit. Wer schon einmal eine Spiderhouse-Produktion für eine Black Metal-Band (Dies Ater oder
Cryogenic) gehört hat, weiß was ich meine: mechanisch klickende Drums, ziemlich zurückhaltende, bisweilen
sogar leicht "röhrende" Gitarren und ein seltsamer Gesamtsound. Aller Wahrscheinlichkeit nach macht jedoch
auch dies einen gewissen Teil des Reizes aus, den "Astralgeist" versprüht.
Leute mit Kunstgeschmack sind gefragt, alle anderen sollten brav die Finger davon lassen, um mal ehrlich zu
sein. Ich fühle mich hier und jetzt auch ein wenig als König, denn ich habe ein bisschen Gefallen an der CD
gefunden! |
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