JUDAS ISCARIOT

To Embrace The Corpses Bleeding (2002)


An die neueste Scheibe von Judas Iscariot bin ich mit doch eher hohen Erwartungen heran gegangen, da man ja bereits in der Vergangenheit immer wieder mit brillianten Alben versorgt wurde. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden! Was Akhenaten da vorlegt, ist hasserfüllter, roher Black Metal in reinster Form. Ab und an sind dezent im Hintergrund Keyboardklänge zu vernehmen, was ja zwar eher untypisch für den traditionellen Black Metal ist, sich aber stimmig ins Gesamtbild einfügt. Die wirklich fesselnden Melodien werden aber durchgehend von den Gitarren geprägt, unterstützt von teilweise rasend-schnellen Drums. Die meisten der Lieder sind daher auch im Uptempo angesiedelt und strahlen puren Hass, Zorn und Aggression aus. Besonders Akhenaten's Gesang trägt natürlich einen hohen Anteil daran und zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Ist man vom Opener bereits von intensiven Gefühlen gefangen, schaffen es die folgenden Songs, diesen Eindruck noch um Etliches zu steigern. Zum Ende des Albums hin werde ich allerdings von "Spectral Dance Of The Macabre" etwas jäh aus meinem Hörgenuss herausgerissen. Der Song setzt sich ein wenig ab vom Gesamtkonzept, weniger durch die gedrosselte Geschwindigkeit, sondern vielmehr durch old school-mäßige Riffs und für meinen Geschmack etwas altbackenen Gesang. Dennoch, der letzte Song kann die Atmosphäre recht schnell wieder zurückholen, die mich bis dahin gefesselt hat und man bekommt das Gefühl, als würde hier zum Schluss nochmal sämtlicher Hass durchbrechen. Daher fällt es mir auch schwer, die Scheibe wieder aus dem CD-Player zu nehmen, denn ein so atmosphärisches und intensives Stück ursprünglichen Black Metals trifft man mittlerweile nur noch selten an.

9,5/10

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Laeknishendr
04.02.2002


Redaktionsbewertung:
azaghal - Argathon -
Laeknishendr 9,5 Amicus 7,5
Erik 7 odium 8
sic 10 Wolfsgrimm 9,5
IT 10 Vandrar 9
Gesamtdurchschnitt: 8,8