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Gleich vorweg: Dieses Review wird bestimmt nicht sonderlich lang! Denn es
braucht vergleichsweise nur wenig an Worten, dieses Meisterwerk musikalisch zu beschreiben... Es gibt jedoch keine Worte, die die Intensität der
Gefühle, welche den Hörer hier überschütten, definieren können...
Dieses Album ist Depression pur! Melodien unvergleichlicher Machart erschaffen eine Szenerie aus aggressiver
Trauer und quälender Monotonie, welche das Herz jede Sekunde auf's Neue zerreißt. Man hätte jeden Track auf der
Scheibe ebenso gut 'Verzweiflung' nennen können. Alles wird in einem wunderbaren, druckvollen Sound vorgetragen;
Tempowechsel werfen einen hin und her, Vocals zermalmen die Seele, Gitarren zersägen den Geist... Ganz
realistisch betrachtet, könnte man die hier entstehende Atmosphäre mit der von Bands wie alten Shining, Wigrid
oder Abyssic Hate vergleichen - ebenso hoffnungslos verloren fühlt man sich beim Hören dieser wahrhaftigen
Offenbarung. Doch ist das hier kein Black Metal, wie bei den oben genannten Beispielen, nein, es ist musikalisch
gesehen viel mehr: der Gesang, mal tief mal krächzend, ist weniger leidend, vielmehr aggressiv, die Gitarren
sind tiefer, die Drums sind flotter, der Sound ist, wie erwähnt, nicht rauh und kratzig, sondern rein und
druckvoll, hier und da vernimmt das gefangene Ohr des zerfallenden Hörers ein wunderschönes Gitarrensolo, in
ruhigen Momenten wird eine Akustikpassage eingeflochten und alles wirkt auf motivierende Art und Weise sogar
rockig... - doch über allem thronen die unbeschreiblichen Melodien, die sich immer wieder selbst zitieren und
den Trauernden in die tiefste und dunkelste Zelle des Geistes sperren. Und ja, es gibt sogar positiver anmutende
Momente auf diesem Juwel, aber diese werden nach kurzen Augenblicken ohne Gnade mit purer Schwermut unterbrochen.
Einzige Ausnahme des klanglichen Konzepts bietet der Track "Day". Nicht, dass er weniger trauernd daher kommt,
dafür aber ruhig, ohne Drums, mit Akkustikgitarren und klarem Gesang. Eine Auszeit für die Aggressivität
sozusagen; eine solche findet die Depressivität jedoch nicht. Das Schlimmste/Beste an allem ist jedoch der
extreme Suchtfaktor. Man kann dieses Album zehnmal hintereinander hören, ohne auch nur einmal gelangweilt oder
der Atmosphäre über zu sein. Jeder Track absolut höchstwertig. Etwas zeitloses hat dieses Werk.
Fazit: Vergesst Alben mit mimosenartiger, zimperlicher Melancholie! Wenn ihr verzweifeln wollt, hört "Brave
Murder Day"! Bis dato gibt es kein todesmetallisches Black Metal-Album (Dark Metal?), welches auch nur annähernd
eine so enorme atmosphärische Dichte aufweisen kann - nicht mal eines der frühen oder späteren Katatonia-Alben.
Ohne Einwände: alle Zehne! |
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