LUNAR AURORA

Of Stargates And Bloodstained Celestial Spheres (1999)


Ich kriege immer eine Stinkwut, wenn irgendjemand in einem großen Heft das Album einer kleineren Band grundlos und inkompetent niedermäht, nur weil nicht die richtigen Leute für eine vernünftige Kritik da sind. So geschehen auch beim Drittwerk von Lunar Aurora, die ich eigentlich bisher auch als große Hoffnung betrachtet habe und nach dieser CD noch immer betrachte (wie sich auf "Ars Moriendi" gezeigt hat, nicht zu Unrecht!). Sie klingen mal wieder ganz anders als auf "Seelenfeuer" und auch anders als zu Zeiten von "Weltengänger" (Gott habe dieses Album selig!). 
Wenig komplex, aber beladen mit einer Aura des Horrors und des Leids kommen 13 Stücke mit einer vernünftigen Spielzeit von über 50 Minuten daher und kündigen von einem neuen Jahrtausend. Spacig sind die Rosenheimer irgendwo noch immer, abgehoben und "zwischen den Welten wandelnd", und trotzdem in einer seltsamen Art und Weise bodenständig. Ich muss sagen, dass sie mich dann und wann an eine unerbittliche Version von Riger erinnern, was ein uneingeschränktes Kompliment ist. Auch der von oben genanntem Rezensenten so gescholtene Sound (Hörnix-Studio!) ist geil, mal wieder keine 08/15-Produktion, was natürlich auch nicht zu Lunar Aurora passen würde. 
Summa summarum: nicht ganz so unsterblich wie "Weltengänger", aber doch nahe dran und auf jeden Fall empfehlenswert. Kettenhund war eben ein kleines, feines und somit elitäres Label!

7,5/10

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