SETH

Les Blessures De L'Ame (1998)


Franzosen, diesmal aber von einer etwas anderen Sorte. Leider wird die ziemlich gute Leistung auf diesem Debüt überschattet von einigen bösen Gerüchten, die die Band gerne in diese eine bestimmte politische Richtung einordnen würde. Das muss natürlich nicht stimmen, denn allzu oft basieren solcherlei Hetzkampagnen auf Neid und Missgunst. Mir scheint Seth, zumindest rein textlich und auch musikalisch, eine unpolitische Angelegenheit zu sein. Kein stumpfes Hassgehacke und kein Parolengeschrei, stattdessen aber sehr gefühlvolle, ausgedehnte Lieder in majestätischem Gewand. Ok, auch wenn es Black Metal ist, zu ausgelutscht klingt das Album nicht. Sieben Stücke gehen so innerhalb von einer guten Dreiviertelstunde vorbei und erinnern desöfteren, getragen von wunderhübschen, majestätischen Klängen aus dem Synthesizer, an Nagelfar oder Dimmu Borgir auf "For All Tid", vor allem aber zu Zeiten von "Stormblåst". Letzteres Album habe ich nun schon so oft als Einfluss auf verschiedene Bands genannt - jedoch nicht, weil mir nichts besseres einfiele. Der Anfang des zweiten Tracks auf Seth's Seelenverwundungen beispielsweise ist wirklich ein originaler Abklatsch des Titelsongs von "Stormblåst", ganz sicher! Leider fällt das Werk zu Ende hin qualitativ leicht ab, ist aber alles in allem doch noch eine überdurchschnittlich gelungene Angelegenheit. Blind kaufen, solltet Ihr diesen Stil mögen!

6/10

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