TRIMONIUM

Of Warriors And Heroism (CD 2001)


Das unter Folter Records veröffentlichte Erstlingswerk der Bitterfelder TRIMONIUM beglückt uns mit schnellem, melodiösem BM ohne Keyboards. Gleich der Opener "Black Mark" kommt ohne Umschweife direkt zur Sache und brennt sich sofort in die Gehörgänge ein. Nicht anders die darauf folgenden Songs. Die Gitarren tragen jeden einzelnen Song mit ihren einprägsamen Harmonieläufen und wissen sofort zu gefallen. Dabei fällt die gute Produktion auf, die für meinen Geschmack aber viel zu sauber geraten ist. So will nicht so recht Dunkelheit, Kälte, Hass und Verzweiflung in meiner Seele Einzug halten, ganz im Gegenteil, desöfteren ist man fast geneigt, lustig mitzupfeifen, derart munter tönt es einem aus den Boxen entgegen. Allein "The Prophecy Of The Gyula" schafft es durch seine schleppenden Parts die Stimmung zu erzeugen, die der Bezeichnung Black Metal wieder voll und ganz gerecht wird.
Fazit: Eine Scheibe mit Ohrwurmcharakter, aber aufgrund des geringen Tiefgangs und der fehlenden Düsterkeit eher als Untermalung beim Auto waschen oder bügeln geeignet. Live dürfte diese Scheibe allerdings ihre Wirkung nicht verfehlen.

7/10  

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azaghal
24.04.2002