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Zweimal deutscher BM auf einem kolorierten Siebenzöller, das ist es, was uns diese Veröffentlichung bietet. Bis
jetzt habe ich es irgendwie geschafft, beiden Bands aus dem Weg zu gehen, da war dieses Stück Plastik eine gute
Gelegenheit, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Bis zum tapferen Schneiderlein ist es damit zwar
noch ein ganzes Stück, aber zwei sind ja schon mal besser als überhaupt keine...
Also, lasst uns mal zu Potte kommen: Wie ist es um die Qualität der gemeinschaftlichen Bemühungen von TTF und
Panzerfaust bestellt? Ehrlich gesagt, bin ich ein bisschen enttäuscht. Gerade von TTF habe ich schon viel Gutes
gehört, aber das hier präsentierte Stück zieht nicht gerade die Wurst vom Teller.
Was sofort ins Ohr springt, ist das absolut beschissene Getrommel. Musik und Gesang sind durchaus in Ordnung, da gibt es gar nichts zu meckern.
Klar, das Rad wird auch von TTF nicht neu erfunden, aber insgesamt könnte ich mit "Wolfszeit" schon leben. Wenn
nur dieser Drumsound nicht wäre! Die Bassdrums sind dermassen laut abgemischt, dass der Rest der Musik halb unter
ihnen begraben wird. "Schlechte" Produktionen sind ja normalerweise nichts, was mir den Musikgenuss verderben
könnte, aber dieses unerträgliche bummbummbumm weckt in mir Diskoassoziationen und das ist schlicht und einfach
ZU VIEL. Deshalb von mir nur vier ...äähhh... Diskokugeln.
Deutlich überzeugender gehen Panzerfaust zu Werke. Die sind zwar auch kein Stück originell, dafür aber recht
solide. Im ansprechenden Klanggewand gibt es rauhen BM, den man durchaus in die Schublade "nordisch" stecken kann.
Dass auf der nach oben offenen Innovationsskala nur ein Wert von ca. 0,5 erreicht wird, ist mir persönlich völlig
egal, was ich vermisse, ist vielmehr DAS Riff, das in der Lage ist, das Stück zu tragen, DIE Melodie, die das Blut
gefrieren lässt. Daran sollten Panzerfaust noch etwas arbeiten, dann ist für die Zukunft durchaus Land in Sicht.
Bis dahin aber müssen sieben Punkte reichen. |
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