WELTMACHT

The Call To Battle (2001)


Dunkle Wolken ziehen sich über dem Horizont zusammen, Pferdegewieher ist zu vernehmen; man kann ganz klar das Beben der Erde spüren. Eine Horde von dunklen Reitern fegt über das Land. Der Ruf der schwarzen Krieger ist nicht zu überhören: The Call to Battle. So könnte man die Musik der US-Band Weltmacht umschreiben. Wie ein Reißwolf verschlingt sie alles, was sich ihr in den Weg stellt, ohne Reue und Gnade. Mit von der Partie sind Akhenaten (Judas Iscariot - Gitarre, Bass und Keyboards), Imperial (Krieg - Gesang) und Cryptic Winter (Sacrophagous, Sessiondrummer bei Judas Iscariot - Drums). Dieses Sideprojekt hat es wirklich in sich. Das Attribut "true" sollte man hier in jedem Fall verwenden. Die Keys sind sehr sparsam eingesetzt, aber wenn man sie vernimmt, tragen sie einen über das Schlachtfeld hinweg als stiller Beobachter. Die Gitarren sind ganz klar Judas Iscariot orientiert, haben aber eine sehr eigene Note. Fallen lassen - das ist die Devise. Hass, Wut, Kompromisslosigkeit und Jähzorn sind Worte, die man dabei zwangsläufig in den Mund nehmen muss. "The Call To Battle" ist ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die der Ansicht sind, dass Black Metal tot sei. 
Die Band distanziert sich auf dem Cover ausdrücklich von politischen Ansichten oder Anspielungen. Das Cover ist sehr einfach gehalten, welches die Musik sehr schön verkörpert. Ein Meisterwerk sondersgleichen. Mir persönlich gefällt Weltmacht besser als Judas Iscariot oder Krieg. Obwohl man diese beiden Bands nicht ungehört lassen sollte. Weltmacht hat mich absolut begeistert und überzeugt. Da diese LP auf 500 Stück limitiert ist, sollte man sich möglichst schnell eine Copy sichern. "The Call To Battle" ist auch als Tape unter Ketzer Rec. erschienen. Das Tape ist ebenfalls auf 500 Stück limitiert. Jeder, der leider nicht in den Genuss kommt, diese Platte sein Eigen nennen zu können, sollte sich auf das nächste Album freuen, welches wohl im September 2002 veröffentlicht und "And To Every Beast Its Prey" heissen wird. Zum guten Schluss: Support the Underground.

 

Kommentar abgeben

 

:corvus:
04.05.2002