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Fluisterwoud sind Geschichte. Ziemlich lange schon, stammt doch dieses letzte Lebenszeichen namens "Laat Alle Hoop Varen" bereits aus dem Jahre 2006. Auch hat zumindest der entscheidende Teil der Besetzung mittlerweile nach Höherem strebende Projekte am Laufen, die für Fluisterwoud nicht sonderlich viel Zeit lassen würden. Es ist dann auch in erster Linie der Hartnäckigkeit von Ván zu verdanken, dass dieses Album überhaupt erschienen ist und nicht in irgendeiner Kiste verstaubt.
Nimmt man die CD aus der Halterung, wird man von einem Text begrüsst, der Unzucht in der letzten Ruhestätte verspricht und den ich dahin interpretiere, dass es bald etwas heftiger zugehen wird. Rotiert dann die Scheibe endlich im Spieler, so wird dem Hörer vergleichsweise räudiger BM geboten, der irgendwo zwischen Norsecore und "rockigeren" Einflüsse pendelt. Black'n'Roll schwirrt mir im Kopf herum, was prinzipiell nicht unbedingt von Vorteil ist, aber Fluisterwoud rocken immerhin und klingen eher sehr Old School als modern black'n'rollig. Und ausserdem beschränkt sich das Gebotene ja nicht auf jene Einflüsse, stattdessen wird oft richtig geschrotet und hin und wieder schleicht sich sogar der eine oder andere Anflug von Melodie ein. Diese Zutaten werden geschickt variiert und kombiniert, so dass "Laat Alle Hoop Varen" sehr kurzweilig wirkt und wie im Fluge vergeht - woran allerdings auch die unverschämt kurze Spielzeit von 27 Minuten und 25 Sekunden ihren Anteil hat.
Doch Kürze ist keine schwerwiegende Sünde, die Repeattaste wurde schliesslich bereits erfunden. Was mich aber ein bisschen stört, ist der Eindruck, dass Fluisterwoud ihren grossen Versprechungen nicht ganz gerecht werden. Wenn ich schon im Grabe rangenommen werden soll, dann erwarte ich einen derben Fick und keinen Blümchensex mit viel Kuscheln. Doch leider ist "Laat Alle Hoop Varen" für meinen Geschmack eine Spur zu harmlos. Um mich vollends zu begeistern, müsste die Scheibe einfach noch heftiger rocken und rödeln. Auch der Produktion hätten ein paar Ecken und Kanten nicht geschadet. Ein bisschen Scheppern hier und etwas Übersteuern da bewirken mitunter Wunder. In dieser Hinsicht hätten Fluisterwoud ruhig etwas mutiger sein dürfen. |
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