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Ach, was für eine Wohltat für die Ohren! Ordentlich polterndes Schlagzeug, schön rauschende Gitarren - nach den wenig überzeugenden Kinderzimmerversuchen der letzten Tage klingen One Master zumindest wie eine richtige BM-Band und nicht nach zuviel Freizeit am heimischen Rechner.
Und das Gleiche trifft auf die Musik zu, die ist nämlich flotter, schnörkelloser Black Metal in ziemlich unverfälschter nordischer Tradition. Darkthrone als Referenz anzuführen, halte ich prinzipiell für eher wenig hilfreich, allerdings tönen One Master tatsächlich wie ein in DIN-Format gegossener Mix der Unheiligen Dreieinigkeit, dem jedoch ein paar melodischere Ansätze mitgegeben wurden, um nicht völlig gesichtslos dazustehen. Das Ganze ist sehr gekonnt inszeniert, jedoch muss man sich natürlich die Frage stellen, ob man die Amis neben den geschätzten 8235628 anderen Combos ähnlicher oder gar identischer Ausrichtung tatsächlich braucht.
Braucht man nicht, ganz klar. Aber unter all den Bands, die man nicht unbedingt braucht, gehören One Master durchaus zum Spitzenfeld, aus dem man eventuell mal in die Kategorie der Gruppen aufsteigen kann, auf deren Alben der interessierte Hörer sich freut. Grossen Anteil daran hat der patente Knabe auf dem Drumhocker, der immer wieder Akzente zu setzen vermag. Und auch das Liedmaterial wird zum Ende der Scheibe hin immer besser. So ist zwar "The Wanderer" noch ein gutes Stück von "To Walk The Infernal Fields" entfernt, aber dennoch schon ein ansprechendes Beispiel für eher getragenen Black Metal mit dezent melodischen Gitarren. Der Rausschmeisser "Field Of Ruins" schliesslich ist schon fast ein richtiger Hit, der nach über sechs Minuten Vorglühzeit das Ohr mit einem schönen emotionalen Lead verwöhnt.
Wenn One Master irgendwann in Zukunft ein Album hinbekommen, das über die komplette Spielzeit die Qualität der virtuellen B-Seite von "The Quiet Eye Of Eternity" halten kann, dann werde ich die ganz hohe Noten zücken müssen. Doch auch die vorliegende Scheibe ist immerhin eine starke Sechs, aus der in einem Anfall von Optimismus gar eine knappe Sieben wird. Wer weiss, vielleicht rechtfertigt die Band diese Zuversichht irgendwann. |
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