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Der Hörerschaft der Hamburger Formation wird es nicht entgangen sein: Fäulnis melden sich dieser Tage mit ihrem neuen
Lebenszeichen namens "Gehirn zwischen Wahn und Sinn" zurück und schaffen damit endlich das, was ich von der Band
eigentlich nicht mehr erwartet hatte, nämlich auch mich vollends zu überzeugen! Gut, "Cholerik" hatte bereits seine
Qualitäten, zeigte aber vornehmlich eine Band, die ihren Stil noch nicht endgültig gefunden zu haben schien.
Diese Suche ist auf "G.z.W.u.S." aber nun endlich beendet, denn trotz ihrer nach wie vor eigenwilligen Facetten wirken
Fäulnis heuer so geschlossen wie nie. Vornehmlich liegt das natürlich an den neuen Stücken, die den schwarz rockenden
Klängen, wie sie schon bei "30.Juli, bewölkt" zu hören waren, deutlich mehr Platz einräumen und zudem mit genau der
Art von Melodiebögen garniert wurden, die einen auch an Sommertagen angenehm frösteln lassen. Da macht es auch nichts,
dass mich die gesprochenen Passagen wie in "Landgang" unfreiwillig an anstrengendes Laientheater erinnern und auch der
Tonmitschnitt des morgendlichen Kotzgangs ebenso witzlos ist, wie er klingt, das Gesamtkonzept von "G.z.W.u.S" geht
einfach auf und präsentiert dem aufgeschlossenen Hörer ein von Anfang bis Ende emotionsgeladenes, gleichwohl
eingängiges Album, welches Fäulnis auf ihrem bisherigen Höhepunkt zeigt. |
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