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Was für ein - mit Verlaub - unglaublicher Scheissdreck.
Es tut mit leid, so mit der Tür ins Haus fallen zu müssen, doch wäre im Falle Gebrechlichkeits jeder Versuch eines Euphemismus eine reine Lüge. "Antichrist. Sadist. Menschenfeind." ist das mittlerweile dritte Lebenszeichen des Projektes und hat in erster Linie eins zur Folge: den innigen Wunsch, dass der allein verantwortliche Übeltäter Chaos es endlich einsieht und das Musizieren talentierteren Leuten überlässt.
Der Eigenwerbung des Projektes ist zu entnehmen, dass "A.S.M." eine CD ist, "die zeigt, wie vielseitig Chaos ist." Und irgendwie stimmt das sogar. Rein objektiv betrachtet ist das Album tatsächlich relativ abwechslungsreich: Es gibt schnelle Abschnitte, die völlig im Klangbrei untergehen und wirklich nur Rauschen darstellen, es gibt billig scheppernde langsame Sachen, um den Hörer zu überzeugen, dass Chaos wirklich nichts kann, es gibt erschütternd schlecht klingende Casiokeyboards, und es gibt die vielleicht schrecklichsten Leadunfälle aller Zeiten; so etwas schief neben allen Spuren Misstönendes habe ich jedenfalls sehr lange nicht gehört.
Was es dagegen nicht gibt, ist Musik, die diese Bezeichnung auch verdient. Wegwerfriffs, durch Abwesenheit glänzende Strukturen, nicht vorhandene Ideen, absurde Keyboardeinwürfe und eine Aufnahmequalität jenseits der Lächerlichkeitsgrenze sind nämlich lediglich "Musik". "Antichrist. Sadist. Menschenfeind." ist Pfuscherei noch unter Hatred-Divine-Niveau.
Immerhin, und da hat Chaos mehr zu bieten als wohl alle Tonträger meiner Sammlung, fanden bei der Gestaltung der CD-R nicht weniger als zwölf - ich wiederhole: zwölf - ganzseitige Fotos des guten Mannes Verwendung. ZWÖLF! Würde man im Hause Gebrechlichkeit auf Musik ähnlich viel Wert legen wie aufs Posen, hätte "Antichrist. Sadist. Menschenfeind." die beste Scheibe seit Menschengedenken werden müssen. Doch ohrenscheinlich ist Musik für Herrn Chaos nur ein Vorwand, möglichst viele Fotos von sich im Booklet unterzubringen. Ein denkbar schlechter Vorwand. |
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