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Ab jetzt werden Wetten angenommen: Wann veröffentlicht Herr Meilenwald mit The Ruins Of Beverast endlich mal ein Album, das nicht grossartig ist?
Denn ewig kann das ja wohl kaum so weitergehen, dass jede neue TROB-Scheibe (zumindest bei mir) Begeisterung auslöst, oder? Auch "Foulest Semen Of A Sheltered Elite" ist wieder ein unglaubliches Album, soviel kann an dieser Stelle schon verraten werden.
Was mir an The Ruins Of Beverast besonders gefällt - nein, das ist falsch ausgedrückt: Eine Sache, die mir an The Ruins Of Beverast sehr gefällt, ist die Fähigkeit zur fortwährenden Verwandlung. Und damit meine ich eben "stilinterne" Veränderungen, im Gegensatz zu etwa SOTM, die sich in erster Linie vom BM wegbewegen. "Foulest Semen..." ist unverkennbar TROB, ganz klar verwandt mit "Rain Upon The Impure" und gleichzeitig etwas ganz Anderes. Meilenwald hat die Klanglandschaften des Vorgängers ordentlich durchgelüftet, die schwefelgetränkten Nebelwände mussten weichen und einer in ihrer relativen Klarheit aggressiveren und auch metallischeren Version von TROB weichen. Als Querulant könnte man darin einen Atmosphäreverlust sehen, doch ich persönlich freue mich, so von den grossartigen Gitarren und dem extrem vielfältigen Gesang einfach viel mehr zu haben. Deutlicher zutage treten dank des neuen Produktionsansatzes auch die Einflüsse alter Doom/Death-Sachen, was The Ruins Of Beverast mit etwas gutem Willen mit Verdunkeln verbindet. Heuer bin ich auch der Meinung, in ein, zwei schnellen Abschnitten Dinge zu hören, die auf "Virus West" nicht völlig fehl am Platze gewesen wären.
Wie schon der Zweitling ist auch "Foulest Semen Of A Sheltered Elite" wieder ein Album, das in seiner Gesamtheit gehört werden muss. Persönliche Lieblinge liessen sich sicherlich finden, wenn man die Scheibe mutwillig mit der Skiptaste zerpflücken wollte, doch dazu habe ich wenig Lust, und das Ergebnis würde auch nichts über das Album aussagen. Was dagegen etwas über "Foulest Semen..." aussagt und dem Ganzen sogar gerecht werden könnte, sind 80 ungestörte Minuten vor der heimischen Anlage. Also hop hop, weg vom Bildschirm, Lesen bildet nicht immer. |
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