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Ähnlich wie dem MeloDeath geht es auch dessen Halbbruder, dem eingängigen Mix aus Black und Death Metal, nicht sonderlich gut. Wie kann es sein, dass eine Band wie For Ruin ohne Plattenvertrag dasteht? Ist es wirklich schon soweit gekommen, dass die BMler von heute vor lauter Schuheguckerei mit energischer und sehr metallischer Musik nicht mehr klarkommen?
Nun, von derlei Widrigkeiten lässt sich ein echter Ire natürlich nicht unterkriegen, und so hat John Murphy mit seinen Mitstreitern ein rundum gelungenes Album eingezimmert, das den vielversprechenden (aber ausbaufähigen) Vorgänger "December" deutlich in den Schatten stellt. Stilistisch ist man sich dabei durchaus treu geblieben: Die Hauptvorbilber stammen noch immer aus Schweden und bewegen sich irgendwo zwischen dem flotten MeloDeath der "Subterranean"-MCD und deutlich schwärzeren Gefilden. Die Hauptrolle auf "Last Light" spielt eindeutig die Leadgitarre, die ohne Unterlass allerfeinste Melodien hervorzaubert. Genannt seien hier etwa der unaufhaltsame Auftakt von "In Suffering" mit seinen melancholischen Untertönen oder die wieselflinke Saitenexplosion namens "Deluge". Mein persönlicher Favorit ist allerdings die weinende Leadeinlage gegen Ende von "Care Of The Dead", die an For Ruins gottgleiche Landsleute von Arcane Sun erinnert, je nach Stimmung eine der besten Bands, die mir je zu Ohren gekommen sind.
"Last Light" ist ein sehr eingängiges und kurzweiliges Album, dem es trotz dieser nicht immer nur positiv besetzten Attribute nicht an Tiefgang und Steherqualitäten mangelt. Zwischen keltischem Kampfgeist und irischer Schwermut haben For Ruin ein Stück Musik erschaffen, das sich Freunde des Genres unbedingt mal zu Gemüte führen sollten. |
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