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Noch mehr "orthodoxe" Ästhetik, diesmal aus Neuseeland/Singapur, und diesmal gefällt's mir richtig gut. Woran's liegt? An der angestrebten Ausichtung sicher nicht, denn nach zweifellos spannenden Anfängen ist OrthoBM mittlerweile im Durchschnitt genauso langweilig wie alles Andere auch. Nein, ganz unabhängig von der Ausrichtung hat Grigori für mich einfach das gewisse Etwas, das wirklich gute Musik von lediglich gut gemachter unterscheidet.
"Principivm et finis" ist ein wunderbar intensives Album, das den Eindruck vermittelt, hier würde Musik mit Herzblut gemacht, nicht in erster Linie, um irgendwelchen Kochrezepten und Richtlinien zu entsprechen. Explosive Ausbrüche folgen auf schleppende Passagen, es gibt haufenweise fesselnde Momente sowie eine ganze Menge gelungener Riffs und ansprechender Melodien. Selbst das "Füllmaterial" - ein bisschen gregorianisch gemeintes Gesinge, etwas Georgel und ein paar akustische Einschübe - passt als Kontrast zum ansonsten sehr energischen Gerödel gut ins Bild und sorgt trotz absoluter Unoriginalität ordentlich für Stimmung. Schöne Details sind der grosszügig verhallte Gesang und der prominent abgemischte Bass, der besondern in den langsameren Abschnitten eine recht zentrale Rolle einnimmt.
Grigori hat ein Debüt vorgelegt, das trotz seiner Eingängigkeit nicht oberflächlich wirkt und das trotz relativer Vielfalt doch ein recht homogenes Ganzes bildet. Das Einzige, was der Scheibe zu fehlen scheint, ist ein halbwegs ordentlicher Vertrieb; das eigentliche Label scheint nämlich abgekackt zu haben. Wenn man nicht aus Übersee ordern will, bleibt als einzige Alternative wohl Unborn Productions aus Norwegen, aber auch das ist natürlich besser als gar nichts. |
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