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Die beste Band wo gibt?
So eine Frage kann man natürlich unmöglich allgemeingültig beantworten, aber in meinem persönlichen Universum haben sich Furia mit "Martwa Polska Jesien" und "Plon" eine ganz besondere Position erspielt. Deswegen fand ich es erfreulich, dass die Truppe nach dem Debüt mit Pagan Records ein ordentliches Label gefunden hatte, mit dem das Schaffen der Polen weiteren Hörerkreisen nähergebracht werden könnte.
Dessen waren sich wohl auch Furia bewusst und haben wohl genau deshalb ein Album vorgelegt, das mit der Band Unvertraute erstmal abschrecken dürfte. "Das Cover sieht aus, als hätten sie es mit Kartoffelstempeln gedruckt", so hat es ein Stammgast dieser Seiten ausgedrückt, die Produktion ist eine ganze Ecke matschiger als auf der letzten EP, und auch kompositorisch gibt man sich deutlich verspielter und sperriger als noch auf "Plon". So erobert man auf keinen Fall die Welt und noch nicht mal irgendwelche BM-Charts.
Immerhin aber beglückt die Band Freunde ihres bisherigen Wirkens mit einer Scheibe, an der diese lange Zeit Freude haben dürften. Hat man sich erstmal an das stellenweise überraschend poltrige Schlagzeug gewöhnt und die besonders im Vergleich zum sehr kompakten "Plon" bisweilen ausschweifenden Lieder ein bisschen verdaut, kommt man schnell zu dem Schluss, dass "Grudzien Za Grudniem" wohl das Beste ist, was man sich als Hörer von Furia erhoffen konnte. Sicher, der erste Eindruck mag nicht sofort Euphorie auslösen, aber das Album hat jede Menge Charakter, Tiefgang und wahrscheinlich ein langes Leben vor sich. Und letztendlich ist es ja auch nicht so, dass man auf die genialen Furia-Melodien verzichten müsste. Nein, die gibt es immer noch in Hülle und Fülle, nur wurden sie eben diesmal ein wenig unzugänglicher verpackt. Und das ist auch gut so. |
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