PROFANUS NATHRAKH

Godless Alliance (CD 2010)


Oho, Eigenproduktion im schicken Digipak, da hat aber einer richtig geklotzt. Leider umsonst, denn "Godless Alliance" ist ein nervtötendes Stück Gerödel, das man sich wirklich bloss unter Zwang antut.
Stilistisch soll das Ganze wohl in Richtung Schwedengerase gehen - darauf deutet zumindest die Gitarrenarbeit hin - aber unter all dem abartig schlechten Stromtrommlergeholze kann man das nicht mit Sicherheit sagen. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass ich nicht genug elektronisch erzeugtes Geklopfe zu hören bekäme, ganz im Gegenteil, aber was Profanus Nathrakh sich hier traut, ist wirklich unter aller Sau. Deswegen besteht eigentlich auch kein Anlass, noch grossartig auf den Rest der Scheibe einzugehen - kann sich sowieso niemand anhören. Wie bereits gesagt, geht's ungefähr in Richtung Sverige, in Sachen Gitarren ist das Album wohl auch halbwegs eingängig gemeint, wirklich erinnerswerte Melodien habe ich aber keine ausmachen können. Die langsamen Abschnitte sind recht erträglich, wenn auch nicht sonderlich weltbewegend, werden aber selbstverständlich regelmässig von einem derart infantilen, hoffnungslos übersteuerten Grindcore-ICE überfahren, dass "Godless Alliance" über kurz oder lang Züge von Hörerfolter annimmt.
Wie schon bei Obscurys weiss ich auch hier nicht so recht, ob das alles ernst gemeint sein soll. Dass die Scheibe unbeschreiblich übel klingt, kann man eigentlich gar nicht nicht merken, das springt einen doch förmlich an! Warum also diese offensichtlich fehlerhafte Veröffentlichung? Und warum in einer so verschwenderischen Verpackung? Hätte sich Alleinfolterer PN vor dem Bestellen der teuren Digis vielleicht nochmal nüchtern anhören sollen, was er da zusammengelärmt hat?

1 /10

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Erik
06.04.2010