VUOHIVASARA

A Cult Revived (CD 2009)


Eine finnische Band bei einem mexikanischen Myspace-Label? Das kann eigentlich nur eins bedeuten: Selbst für finnische Verhältnisse unglaubliche Mittelmässigkeit und Bedeutungslosigkeit. "A Cult Revived" bestätigt dieses Vorurteil.
Vuohivasara spielen Black Metal, wie ihn in Finnland so ungefähr (allerdings viel interessanter) auch Calvarium fabrizieren, also die eher neuere schwedische Schule, allerdings verziert mit ein paar Death-Metal-Riffs und der ein oder anderen Keyboardeinlage. Ins Bild passt, dass die Band selbst ihren Stil mit dem Wörtchen "occult" beschreibt. Und fast schon amüsant wirkt, dass die Scheibe im Necromorbus gemastert wurde, was so ziemlich die Minimalinvestition ist, um den Namen des aktuellen schwedischen BM-Mekkas ins Booklet zu bekommen und so von dessen (eingebildeter) Strahlkraft zu profitieren.
Gelohnt hat sich das nicht, denn auch mit dem teuren Namen im Beiheft klingt "A Cult Revived" ziemlich undynamisch, da hat es wer mit der Komprimierung etwas zu gut gemeint. Ob das nun schon während der Produktion oder erst beim Mastering passiert ist, ist dabei völlig egal - für mich zählt nur, dass das Hören der Scheibe ermüdend ist. Immerhin passt das gut zur Musik, die leidenschaftslos und höhepunktfrei vor sich hinrödelt und in erster Linie langweilt. Sicher, alles irgendwo kompetent gemacht, aber der Funke will einfach nicht überspringen. Und das liegt daran, dass es diesen berühmten Funken einfach nicht gibt: Vuohivasara ist nicht eine einzige Melodie oder ein einziges Riff eingefallen, an die man sich nach 50 Minuten Spielzeit noch erinnern könnte. Lust auf einen weiteren Durchlauf hat man da natürlich nicht; viel lieber wende ich mich Amestigon zu, die nach über 15 Jahren ihr erstes Album rausgebracht haben. Das ist, anders als "A Cult Revived", ziemlich gut geworden.

4 /10

Official Website

Iron, Blood and Death Corporation

 

Erik
05.05.2010