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Oho, das soll Fortíð sein? Das Projekt war doch bisher eher für recht schlappen BM bekannt, der gut veranschaulicht hat, was genau an "Pagan" alles verkehrt ist. Zur Sicherheit habe ich mir sogar das alte Zeug nochmal angehört, um dieses Eindruck zu bestätigen. Und nun das?
Der dritte Teil der "Völuspá"-Trilogie bietet ausgesprochen mächtigen melodischen Black Metal, mit dem Fortíð in der neuen Heimat Norwegen den alteingesessenen Platzhirschen ordentlich den Marsch blässt. Ich würde sogar wagen zu behaupten, dass Eldur im... sagen wir mal: ohrenfreundlichen BM ganz vorne mitmischt, ähnlich gut sind eigentlich nur In Vain. "Völuspá Part III", das ist kräftiger BM mit ansprechender Produktion, treibende, kampfeslustige Riffs (mitunter auch mit Todesmetalleinschlag), dezente Keyboards, schön knarziges Gekrächze, ausdrucksstarker Klargesang und schöne Leadgitarren, die besonders in den langsameren Passagen zur Geltung kommen. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle "Austursins Heimsenda Her", eine Kreuzung aus "With Strength I Burn" und "Curse You All Men!" und genau die mächtige Hymne, die Emperor auf den letzten beiden Alben nicht mehr hinbekommen haben. Erwähnenwert auch - d.h. erwähnenswert sind natürlich alle Stücke, aber das hier ist vielleicht ein Quentchen erwähnenswerter - der überlange Rausschmeisser "Framtíð", beim dem sich die Sechssaiter erst ordentlich ausheulen dürfen und das dann in einem furiosen, tremololastigen Finale endet.
Fortíð spielt sich mit dem leidenschaftlich dargebotenen "Völuspá Part III: Fall of the Ages" auf meiner persönlichen BM-Rangliste ziemlich weit nach oben. Nicht die Überraschung des Jahres, denn die ist unbestreitbar die Tatsache, dass ein in die Jahre gekommener Ex-Knacki noch recht hörenswerte Negermusik hinbekommt, aber immerhin der zumindest für mich überraschende Beleg, dass man eine Band auch nach Jahren der Belanglosigkeit nicht abschreiben darf. |
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