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Bolt Thrower meinten in einem Interview mal, man könne auf Spaghettisaiten nicht spielen. Truppensturm scheinen das als Herausforderung verstanden zu haben und folgerichtig ihrem zweiten Album eine Produktion verpasst, die basslastiger kaum sein könnte. Jürgen von der Lippe witzelte einst, über ihm sei gerade eine Kellerwohnung frei geworden, und genauso klingt "Salute To The Iron Emperors": alles noch ein bisschen tiefer.
Dazu passend schielt das Aachener War-Metal-Kommando heuer noch mehr in Richtung räudig-klassischen Grunz-Death-Metals. Das Ergebnis ist eine gute halbe Stunde derben Gerödels ohne jeglichen Anflug von Melodie. Nur Grunzen, Sägen und bebende Erde. Der Soundtrack dazu, von einem Zug überfahren zu werden. "Salute To The Iron Emperors" ist nicht so sehr Musik als vielmehr ein Naturereignis. Auf Tonträger gehört das Ganze eigentlich nicht, sowas muss man auf der Bühne sehen, um sich von der tieftönenden Attacke ordentlich die Eingeweide massieren zu lassen.
Gefallen kann und muss derlei natürlich nicht jedem. Und gerade aus der Konserve kann eine Band wie Truppensturm letztendlich nicht ihre volle Wirkung entfalten. Allerdings will ich dies nicht unbedingt als Kritik verstanden wissen: In ihrem Metier sind Truppensturm ganz gross, und die erbarmungslose Umsetzung des Ganzen ist zweifellos beeindruckend. Doch so wie ein Löwe nicht in den Zoo gehört, so gehören Truppensturm eben vor Publikum, denn das ist der natürliche Lebensraum der Band. |
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