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Wie aus dem sprichwörtlichen Nichts tauchen Mystérion mit ihrer Debüt-EP auf, denn über die bisherigen Aktivitäten der einzelnen Bandmitglieder schweigen sich selbst die Archive aus. Einzig der mittlerweile dazugestoßene Basilisk, nun zuständig für Drums und Bass, ist aus namhaften Bands wie Eternity oder Darkmoon Warrior bekannt (allerdings ist er noch nicht auf dieser Veröffentlichung zu hören). Umso mehr überraschte es mich doch, dass sich über die gesamte Spielzeit bereits qualitativ alles im grünen Bereich befindet.
Thematisch wurde "The Sacral Chamber" in drei Abschnitte unterteilt – Chapter I (The Beginning of the end), Chapter II (Only the dead know the secret) und Chapter III (Walk through the open gates) - wobei jedes Kapitel durch eine mehr oder minder ansprechende Klangcollage eingeläutet wird. Richtig los geht es mit "Death in the circle of candles". Hier wird zu Beginn noch eine sehr geradlinige Schiene gefahren, bevor dann kräftig auf die Bremse getreten wird und Regen- und Glockenklänge im Hintergrund den sehr gelungen langsamen Abschlussteil einleiten. "The cold mist" verweilt im Anschluss komplett in doomigen Gefilden und trieft durch effektvoll eingesetzte chorale Gesänge nur so vor Dunkelheit.
Das zweite Kapitel beginnt mit dem relativ unspektakulären "The eye of the devil", hat dann aber mit "Deadly silent" den nächsten Höhepunkt zu bieten. Wunderbar groovig eingesetzte Gitarrenrhythmen geben sich die Klinke in die Hand mit melodischen Leads. Klasse! Letztlich fällt lediglich das dritte Kapitel im Vergleich etwas ab, was aber durchaus verschmerzbar ist. Denn auch so bieten Mystérion insgesamt sehr solide Kost, die in einigen Momenten ("The cold mist" und "The eye of the devil") durchaus zu glänzen vermag.
Wenn sich die Herren beim Songwriting noch weiter auf die sehr starken schleppenden Passagen und die ansprechenden melodischen Leads besinnen, freue ich mich durchaus auf die erste Veröffentlichung in Albumlänge. |
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