ETERNAL HELCARAXE

To Whatever End (Demo 2010)


Und weiter geht's, im gestreckten Galopp. Als nächstes kommen Eternal Helcaraxe unter die Hufe, die für ihr zweites Demo "To Whatever End" die Werbetrommel rühren wollen. Positiv sei an dieser Stelle die Tatsache erwähnt, dass die Iren ihren Kram auf eine richtige CD gepresst haben, also wohl zumindest selbst an ihr Treiben glauben. Das ist ja schon mal was.
Die Musik dieses "Irish Black Metal Assault" dagegen... naja. Ein "Assault" ist das Ganze schon mal gar nicht, eher eine Wattebäuschchenschlacht. Los geht's mit einem sehr eigenartigen Keyboardintro, das kein bisschen düster wirkt und aus irgendeiner romantischen Hollywoodkomödie stammen könnte, vielleicht aus einer etwas "ernsteren" Szene. Das metallische Material ist dann moderner, handzahmer BM mit Zutaten von Immortal ("Damned In Black"), Amon Amarth und dem Harmlosesten, was BM-Schweden zu bieten hat. Zu allem Übel, sozusagen als Kirsche auf der Torte, gibt's dann auch noch ein bisschen neumodernen Pagankitsch.
OK, das klingt schlimmer, als es tatsächlich ist. Immerhin ist das Material ordentlich arrangiert, kompetent aufgenommen worden und macht im Prinzip einen ziemlich professionellen Eindruck. Aber mein Gott! Wie kann eine BM-Band ihrer Musik so vollständig die Zähne ziehen? Ich habe ja nichts gegen Eingängigkeit per se, aber das hier ist in erster Linie gefällige Bedeutungslosigkeit. Bei allem (aufgesetzt wirkenden) Heidenpathos werden hier letztendlich gar keine Gefühle transportiert. Bei aller leichten Verdaulichkeit fehlt hier völlig das Feuer. Während die Iren die Form (moderner, kommerzieller BM) recht ordentlich beherrschen, ist der künstlerische Inhalt Malen nach Zahlen, bei dem nicht mal vor Damengeträller zurückgescheut wird.
Der Zyniker in mir möchte zu Protokoll geben, dass Eternal Helcaraxe eine grosse Zukunft bevorsteht. Mein innerer Musikfreund teilt mit, dass ihn diese Zukunft nicht die Bohne interessiert.

4 /10

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Erik
15.10.2010