| IMMINENCE
Arisen From Frost (CD 2011) |
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Das Cover muss ein Witz sein. Ein Abend am See, nach Wolken und Abwesenheit von Wellen zu urteilen ein eher stiller Abend. In die Schönwetterwolken dann hemmungs- und sinnlos einen Haufen Blitze reingezaubert (Photoshop macht's möglich!), und das Ganze wird von Eisblumen eingerahmt, obwohl noch nicht mal der See zugefroren ist. Was für eine widersinnige Ansammlung ausgelutschter Klischees! Wurde so optisch jegliche Erwartungshaltung im Keim erstickt, kann "Arisen From Frost" dann musikalisch fast überraschen. Zumindest die Ausführung ist ganz passabel. Hier klingt nichts nach Kinderzimmer oder PC-Gitarren, und sogar einen richtigen Schlagzeuger hat die Truppe in ihren Reihen - das ist viel mehr als viele andere Anfängerprojekte von sich behaupten können. Leider wurde an der Hauptsache, den Kompositionen nämlich, mächtig gespart. Langweiligste, nichtssagende Riffs, nur minimalste, wenig inspirierte Andeutungen von Melodie, kaum Bosheit oder Aggression, null Spannung, eintöniger Gesang und kein Funken Magie oder Atmosphäre, um dem Hörer die gebündelte Eintönigkeit irgendwie schmackhaft zu machen. Sowas wie die Böhsen Onkelz im Anfänger-BM, wozu auch passt, dass Imminence mit ihrem flott-beschwingten Material durchaus mitgröhltauglich sind. Problematisch ist dabei natürlich, dass die Band nichts bietet, was man tatsächlich mitgröhlen könnte, nichts Eingängiges oder Mitreissendes. Diese Hürde könnte allerdings dadurch überwunden werden, dass man mächtig besoffen sein muss, um die textlichen Platitüden überhaupt mitgröhlen zu wollen. In diesem Sinne kann es also wirklich sein, dass man sich Imminence wenn nicht schön, so doch zumindest unterhaltsam trinken kann. Auch ist die Truppe auf der Bühne wohl besser aufgehoben als auf CD. Ergo kann ich nur empfehlen, sich bei Gelegenheit möglichst billig zu besaufen und dann die Jungs live zu bewundern. Davon hat man höchstwahrscheinlich wesentlich mehr als vom Erwerb dieses Albums. |
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2 /10 |
Erik |
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