KREW

Demo 2010


Die gute Nachricht zuerst: Das erste Demo von Krew dauert nur eine gute Viertelstunde.
Naaahhh, ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht - auch wenn mich Krew nicht vollends überzeugen können, so ist dieser erste Versuch dennoch nicht völlig fehlgeschlagen. Woran das liegt, zeigt schon der Auftakt des ersten (richtigen) Stückes. Geboten wird kraftvoller, getragener BM modernen Einschlags, der ein bisschen an Fluoryne, von mir aus aber auch an neuere SOTM erinnert. Ganz im Sinne des Verbraucherschutzes offenbart "Inclusus" allerdings auch, dass Krew noch an sich und ihrer Musik arbeiten müssen, um bei den grossen Jungs mitspielen zu dürfen. Der Prügelabschnitt geht nämlich gar nicht und ist in seiner hektischen Langeweile ein effektiver Stimmungstöter. Besinnt sich die Band eines Besseren und lässt es besonnener angehen, gibt es eingängige, kraftvolle, mitunter fast erhabene Musik zu hören, für die sich die Truppe absolut nicht zu schämen braucht.
In der Folge geht's dann leider bergab. Lied Nummer 2 wiederholt im Prinzip die Formel des Openers (langsam gut, schnell eher nicht so prall), nur eben mit unvorteilhafterer Gewichtung. "For the Druids" bringt Thrash-Elemente, auf die ich absolut verzichten könnte, und das Finale verliert sich in undynamischer Schleicherei samt unpassendem "psychedelischen" Gegniedel.
Daher kommt das Ganze ziemlich professionell, ab und zu klingt man fast so wuchtig wie neue Satyricon. Zusammen mit dem allzu vielfältigen (lies: richtungs- und konzeptlosen) Material ergibt das in meinem Universum leider eher ein grosses skeptisches Fragezeichen als grosse Erwartungen. Aber natürlich lasse ich mich von der nächsten Krew-Veröffentlichung gerne eines Besseren belehren; man hat ja schon Schweine fliegen sehen.

4 /10

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Erik
05.04.2011