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"Unverhofft kommt oft", meint der Volksmund, und liegt damit natürlich völlig daneben. Unverhofft kommt gerade im BM nur alle Jubeljahre mal vor, und gutes Material aus Zar Wladimirs Reich ist noch viel seltener. Ähnlich rar ist wohl nur gute Musik auf Labels mit Pagan-Einschlag, was "Sorrow Of The Past" einen Exotenbonus zum Quadrat garantiert.
An sich machen Vspolox nichts Besonderes. Allerdings machen sie ihr Unbesonderes so gut und so voller Hingabe, dass es eben doch nicht ganz alltäglich ist. Geboten wird Black Metal mit Heidenthematik, welche bis auf ein bisschen Akustikgezupfe aber nicht auf die Musik durchschlägt. Voran geht es getragen bis flott, das Ganze ist immer sehr eingängig, die Gitarren warten mit zahlreichen schönen Melodien auf und dem Bass wurde lobenswerterweise viel Raum zum Grummeln eingeräumt.
Wie gesagt, das ist alles nichts Besonderes. Aber BM muss ja auch nichts Besonderes sein. Mir zumindest ist wichtiger, dass Musik mich persönlich anspricht. Und das tut "Sorrow Of The Past". Vspolox haben ein paar kompetent arrangierte Stücke hinbekommen, die zwischen Schwermut und Kampfeslust schwanken, immer wieder mit kleinen Höhepunkten aufwarten und trotz Überlänge nie langweilig werden. Im Prinzip ist die Scheibe ziemlich leicht verdaulich, aber - easy listening her oder hin - bisher habe ich keine Verschleisserscheinungen ausmachen können. Das Album ist vielleicht kein grandioses Meisterwerk, aber ein mehr als nur solides Stück BM ist es auf jedes Fall. |
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