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"Oskoreien", das Debüt des gleichnamigen Projektes aus Kalifornien, dreht hier schon seit geraumer Zeit seine Runden, da wird es allerhöchste Zeit, dem guten Stück ein paar Zeilen Werbung zuteil werden zu lassen.
Bei Oskoreien handelt es sich (mal wieder) um ein Soloprojekt, welches aber glücklicherweise nicht nach KiZi klingt, sondern im Gegenteil ziemlich erwachsen und fast schon professionell daherkommt. Oder Kommando zurück: "professionell" ist eigentlich ein eher unpassendes Attribut, vielmehr hört man dem Album eine Menge Herzblut, Hingabe und Sorgfalt an - Qualitäten, die sich durch sog. Professionalität nicht ersetzen lassen.
Musikalisch hat sich Alleinunterhalter Jay Valena dem atmosphärischen Black Metal verschrieben, wobei man darunter in diesem Fall Musik ungefähr in der Tradition von "Bergtatt" zu verstehen hat. Im Vergleich zum (nicht allzu direkten) Vorbild lässt man es viel öfter auch mal ruhiger angehen und glänzt dann mit ganz grossen elegischen Gitarrenmelodien. Das hat mitunter etwas von Guitarhero-BM und erinnert so vom Konzept her ein bisschen an Eternal Wisdom, allerdings klingt Oskoreien kein bisschen schwedisch, ist viel mehr auf Stimmung ausgerichtet und sagt mir schlicht deutlich mehr zu. Neben ziemlich beeindruckendem BM bietet das Album in Form von "River of Eternity" auch eine herzerweichende Schmachtballade, die man kitschig nennen kann, nein: muss, die aber trozdem oder gerade deswegen ziemlich grossartig ist.
"Oskoreien" passt in keine der momentan angesagten Schubladen, und das ist prinzipiell immer ein Plus - auch wenn ich kürzlich sogar ziemlich guten Post-Rock-BM entdeckt habe. Nein, hier herrscht am ehesten der Geist der Neunziger, was für mich im BM-Rahmen schlicht für Zeitlosigkeit steht. Und richtig gut ist die Scheibe auch, wie vielleicht der eine oder andere Leser dem einen oder anderem Hinweis in diesen Zeilen hat entnehmen können. |
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