|
Woran liegt es eigentlich, dass ausgerechnet aus Italien immer mal wieder Promokram von sogar für BM-Verhältnisse obskuren Truppen bei mir einflattert? Hab ich denen was getan? Doch egal, warum, Fakt ist, dass aus dem schönen bzw. hochverschuldeten Italien auch Lucus A Non Lucendo kommen, deren Scheibchen "Philosophical Black Purity" schon seit ein paar Wochen auf ein paar Zeilen wartet.
Das Projekt widmet sich dem BM in seiner eher getragenen Form, irgendwo zwischen depri und atmosphärisch, versehen mit gar nicht so unsinfonischen Keyboards, die für Stimmung sorgen sollen. Stilistisch fällt mir jetzt gerade kein besserer Vergleich als Grisatre ein, wobei man LANL aber zugestehen muss, nicht ganz so sehr nach Kinderzimmer zu klingen. Relativ füllig wurde "Philosophical Black Purity" auf Konserve gebannt; eine gewisse Basslastigkeit trägt recht angenehm zur wohlig-düsteren, wenngleich ziemlich harmlosen Atmosphäre bei. "Oikeiosis II" bedient sich melodisch ohne großes Versteckspielen bei Kampfars endlos genialem "Svart Og Vondt", was von gutem Geschmack aber leider einem Mangel an Kreativität zeugt. Doch immerhin ist diese Form des Nord-Süd-Transfers weniger verheerend als jene andere, die heutzutage bei bestimmten Leuten so unglaublich angesagt ist.
Ist "Philosophical Black Purity" ganz annehmbar, solange man sich auf BM beschränkt, so muss ich an dieser Stelle leider festhalten, dass drei der fünf Stücke Intro, Zwischenspiel und Outro darstellen, die mehr als eine Viertelstunde von 40 Minuten Spielzeit mit vermutlich atmosphärisch gemeinter Langeweile füllen. Darauf hätte ich gern verzichtet. Genauso wie auf den albernen Märchenonkel, der mit seinem Geschwalle "Oikeiosis II" zu verhunzen droht. Auf EP-Format gestutzt wäre diese CD eine ordentliche, wenn auch nicht sonderlich orginelle Sache. Aber zum Album aufgeblasen hat das Ganze dann doch etwas von Mogelpackung. |
|