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Nennt mal ein paar richtig schlechte Bands aus Irland.
Gar nicht so einfach, oder? Ok, zugegeben, auch die Iren haben sicher ein paar Windeier zu bieten (auch wenn mir gerade keine einfallen wollen). ABER Irland ist das einzige Land, zu dem mir mehr gute als schlechte Musik einfällt. Und natürlich rede ich hier von Metal, nicht von Bono oder dergleichen. Schaut man sich im Vergleich Norwegen, Schweden, Kanada, Frankreich, Polen, Finnland an, ganz egal was, bei aller allgemeinen Wertschätzung ist der Großteil des Gebotenen in der Regel nicht so prall. Irland dagegen: Die Rock-Hard-Lieblinge Primordial, die Postler Altar of Plagues, die fantastischen Heuldoomdeather Arcane Sun - viel mag das Land ja nicht zu bieten haben, aber es ist halt fast alles gut bis super. Da fällt mir ein: das erste Album von Geasa war ein ziemlicher Schlag ins Wasser. Doch immerhin hat die Truppe mit "Starside" auch eins der besten Demos der Neunziger hinbekommen; das kann nicht jeder von sich behaupten.
Womit wir auch endlich bei Sodb wären, die mit ihrem kürzlich auf LP wiederveröffentlichten Demo eine ähnliche Zielgruppe ansprechen dürften wie seinerzeit "Starside". Rasanter BM steht auf dem Programm, natürlich durch ein paar Verschaufpausen aufgelockert, standesgemäß polternd umgesetzt, geprägt von dünn surrenden Gitarren, scheppernden Becken und einem grummelnden Bass, der immer mal wieder die Melodieführung übernimmt. Stilistisch auf jeden Fall eine Fortführung nordischen Gerüpels, wenngleich mit deutlich mehr Bums als "damals" üblich war. Sehr mitreißend ist "Don Seantalamh a Chuid Féin", eingängig, dramatisch in Szene getzt, mit schönen Spannungsbögen und perfekt plazierten Breaks. Neben den ersten Geasa-Gehversuchen kommt mir vor allem das Behemoth-Debüt in den Sinn, wobei Sodb einen deutlich epischeren Ansatz verfolgen und sich mit dem Ansteuern ihrer Höhepunkte mehr Zeit lassen. Im Ergebnis fallen diese umso explosiver aus, und etwa beim Rausschmeißer "Old And Withered Form" ist das Ganze so famos gelungen, dass man gar nicht umhin kommt, "Don Seantalamh a Chuid Féin" nochmals durchzuhören.
Und dies kann man ziemlich oft machen, bevor es langweilig wird. Bei mir etwa spielen Sodb schon seit einigen Monaten regelmäßig zum Tanz auf, und ich bin nach wie vor sehr von dieser halben Stunde angetan. |
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